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Stressprävention durch Zen-Meditation und Sport: Neue Studie der Robert-Bosch-Stiftung unter Leitung von Prof. Angela Geissler, Trainerin der Zen Leadership School


Das Thema ist hochaktuell: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat chronischen Stress zur größten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts erklärt. Stress am Arbeitsplatz kann - noch bevor er als solcher wahrgenommen wird - zum einen die körperliche als auch die kognitive Leistungsfähigkeit herabsetzen, aber langfristig auch äußerst negative gesundheitliche Auswirkungen haben. Da sich Stress am Arbeitsplatz nicht immer vermeiden lässt, ist es wichtig, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die Stressbewältigung zu verbessern.

Professor Angela Geissler, Chefärztin am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart und Trainerin der Zen Leadership School (Bild), betreut die von der Robert-Bosch-Stiftung finanzierte Studie gemeinsam mit ihrer Kollegin Professor Nadja Schott von der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Stuttgart.
PDF zur Studie

Die positive Wirkung von Sport ebenso wie von Meditation auf die Stressbewältigung ist wissenschaftlich belegt

Ziel der Stuttgarter Studie ist es, diesen stressreduzierenden Effekt mittels funktionellem MRT - auch als Kernspintomographie bekannt - weitergehend zu untersuchen. Viele der aktuellen Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Meditation auf Gehirn, Körper und Psyche basieren auf MRT-Untersuchungen.

Über einen Zeitraum von sechs Monaten nehmen die Probanden entweder an einem speziellen Sport- oder Meditationsprogramm teil. Das Training beinhaltet Einführungsseminare und wöchentliche Gruppenkurse sowie ein tägliches selbständiges Übungsprogramm. Zu Beginn und zum Abschluss der Studie werden die Teilnehmer hinsichtlich subjektivem Stressempfinden und kognitiver Leistungsfähigkeit untersucht. Im funktionellen MRT werden die Teilnehmer mit Aufgaben und Reizen konfrontiert, die eine Stressreaktion auslösen. Während sie Probleme lösen, ihr Arbeitsgedächtnis strapazieren und auf Bilderfolgen reagieren, werden ihre jeweiligen Hirnaktivitäten gemessen und denen einer unabhängigen Kontrollgruppe gegenübergestellt.

Aufgaben können leichter, schneller und gelassener gelöst werden

"Nach einem 6-monatigen Sport-bzw. Meditationsprogramm erwarten wir, dass beim Lösen der Aufgaben weniger Hirnaktivität gemessen wird, was bedeutet, dass eine Aufgabe leichter, schneller und gelassener gelöst werden kann. Das ist ein Zeichen einer Verbesserung der kognitiven Leistungen. Die Hirnareale für die Verarbeitung von Stress sollten ebenfalls weniger aktiv sein, was für einen entspannten Umgang mit Stress spricht", erklärt Professor Geissler, unter deren Leitung die MRT-Untersuchungen durchgeführt werden. Gemeinsam mit Thomas Heine, Vorstand von Esselte Leitz und ebenfalls Trainer der Zen Leadership School, veranstaltet sie das regelmäßige Zen-Training in der Stuttgarter Leitz-Zentrale und betreut das Meditationsprogramm der Studie (www.zen-stuttgart.com).